Geprüft am 06. September 2026
AED im Notfall benutzen: die drei Schritte
Notruf, Herzdruckmassage, Defibrillator – in welcher Reihenfolge es zählt, wie ein AED bedient wird und warum die Verfügbarkeit eines Geräts wichtiger ist als seine Nähe.
Von Defibrillator Karte Redaktion · Prüfung: Automatischer Abgleich mit OpenStreetMap, zuletzt beim Aufbau des Datensatzes
Reihenfolge entscheidet
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Zuerst 112 anrufen – die Leitstelle bleibt am Telefon, leitet die Wiederbelebung an und kennt registrierte AED in der Umgebung. Danach sofort Herzdruckmassage beginnen und nicht mehr aufhören.
Einen Defibrillator holt nur, wer nicht allein ist. Läuft eine Person weg und niemand drückt, verschlechtert das die Überlebenschance. Deshalb steht auf dieser Seite die Handlungsreihenfolge vor der Karte.
So bedient man einen AED
Kasten öffnen, Gerät einschalten, den Ansagen folgen. Die Elektroden werden nach dem Aufdruck auf den nackten Brustkorb geklebt – eine rechts oben neben dem Brustbein, eine links unterhalb der Achsel.
Das Gerät analysiert selbst und gibt einen Schock nur frei, wenn der Rhythmus dafür geeignet ist. Während der Analyse niemanden berühren, danach sofort weiter mit der Herzdruckmassage, bis der Rettungsdienst übernimmt.
Warum Verfügbarkeit vor Nähe geht
Der nächstgelegene AED ist nicht automatisch der schnellste. Ein Gerät im Rathausfoyer ist nachts unerreichbar, ein beleuchteter Außenkasten 300 Meter weiter dagegen jederzeit.
Deshalb trennt diese Karte „rund um die Uhr“, „nur zu Öffnungszeiten“ und „eingeschränkt“ und zeigt bei jedem Eintrag Herkunft und Prüfdatum. Fehlt eine Angabe, steht dort „unbekannt“ – niemals ein vermutetes „ja“.
